Sommer in Bad Zwischenahn

Neue Mitteilungen

 

 

Ab sofort treffen wir uns Montags online um 19:30 Uhr bei Lichess.org

 

-Jugendtraining: Freitags ab 15:15 Uhr auf lichess mit discord (siehe Jugend)

-Termine: Jahreshauptversammlung 2021

auf zweite Jahreshälfte verschoben

-Turnier: Schnellschachturnier auf Lichess (Kategorie Turniere)

-Berichte: Zu Gast bei der ACO

 

 

 

Liebe Schachfreunde,

 

der Präsenzspielbetrieb im Haus Brandtstätter und das Jugendtraining in der Realschule findet vorraussichtlich wieder nach den Ferien, ab dem 05. September statt. Aufgrund der derzeitigen Lockerungen ist Schachsport zwar grundsätzlich wieder zulässig, aufgrund der strengen Abstandsregelungen und einer notwendigen aktiven Belüftungsanalge können wir in unserem Spiellokal derzeit aber leider nicht spielen.

 

Der Vorstand, 03.06.2021

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Zu Gast bei der Amateur Chess Organization (ACO) auf Kreta – 11.Juni 2021 bis 20. Juni 2021

-Ein Turnierbericht von Uwe Ritter 

 

Es ist wahr, die Erfolgsgeschichte geht weiter, die ACO lebt ungeachtet der Pandemie und ihren Folgen. Umso erfreuter war man dann, am Tag der Anreise gute alte Bekannte wieder treffen zu dürfen, zum Teil schon am Flughafen, zum Teil beim Aussteigen aus dem Taxi auf dem Hotelgelände. Zwar waren nicht alle Teilnehmer geimpft, aber gottlob negativ getestet oder erfolgreich genesen, so dass diejenigen, die im Vorfeld zugesagt hatten, am Ende auch vor Ort waren, egal welche Widrigkeiten man im Vorfeld mit den Behörden für oder bei der Anreise austragen musste. 

 

Spielort einmal mehr war das Fodele Beach Resort auf Kreta. Auf der Agenda standen die ausgefallenen Turniere des Jahres 2020, was den Veranstalter vor organisatorischen Herausforderungen, in der einen oder anderen Kategorie, stellte. Ich selbst spielte die Kategorie Amateur, ELO 1801-2000, bei der immerhin 4 Teilnehmer gemeldet hatten. Genauso gut hätte man uns mit den 7 Teilnehmern der C-Gruppe, Senior, zusammenfassen können, wir hatten halt alle das entsprechende Alter. 

 

Ebenfalls vor Ort unsere „Sekundanten“ GM Spiridon Skembris (Griechenland – lebt in Freiburg) sowie „Entertainer“ GM Zigurds Lanka, der sich bei den deutschsprachigen Teilnehmern, wie immer stets großer Beliebtheit erfreute. Beide Großmeister analysierten mit den Teilnehmern auf Wunsch ihre Partien und sparten nicht nur mit Lob, sondern gaben auch Tipps, was man hier oder da hätte besser machen können. 

 

Mit zum Rahmenprogramm gehörten ebenfalls, diverse Blitzveranstaltungen sowie zeitgleich stattfindende Vortrags-Veranstaltungen zum Thema Dynamisches Schach (Zigurds Lanka) und Endspiele (Spiridon Skembris). Die Organisatoren GM Falko Bindrich und IM Tobias Hirneise sowie Schiedsrichter Alexander Hande hielten sich stets im Hintergrund und standen gerne dem einen oder anderen Teilnehmer auf Anforderung bei organisatorischen Fragen zur Verfügung.  Das Leitmotiv der FIDE, „Gens Una Sumus“, „Wir sind eine Familie“, wurde einmal mehr, auf hohem Niveau umgesetzt. 

 

Zu meinem Turnierverlauf. Von Beginn an war klar, hier ist alles möglich. Bruno Spaetli (1997), Schweiz, Birger Boyens (1997), Husum, und meine Wenigkeit (1990) hatten nahezu die gleiche Wertungszahl. Ein Favorit war nicht auszumachen. Lediglich Dr. Reiner Kempe (1831), Leipzig, wurden Außenseiter-Chancen eingeräumt. Gespielt wurde in drei Durchgängen, Jeder gegen Jeden, für alle Teilnehmer eine neue Erfahrung. 

 

Mein Start war holprig, zum Auftakt verdarb ich ein klar gewonnenes Endspiel mit Schwarz gegen Birger zum Remis. In der zweiten Runde verwechselte ich die Zugfolge in der sizilianischen Kan-Variante gegen Bruno und musste improvisieren, um wieder in mein gewohntes Fahrwasser zu gelangen. Am Ende hatten wir den bekannten Endspieltyp, bei dem ich minimale Vorteile zu einem vollen Punkten ausbauen konnte. „Sekundant“ Zigurds war voll des Lobes bezüglich der Strategie. In der 3. Runde gewann ich gegen Reiner und führte das Feld mit einem Punkt Vorsprung an.   

 

Der zweite Durchgang, In der 4. Runde spielte ich mit Weiß gegen Birger und verlor zu Beginn des Endspiels einen Bauern. Caissa sei Dank, ich fand eine Zugfolge, die mir ein Remis garantiert hätte. Zum Glück kam aber alles anders. Mein Gegner spielte naheliegend, aber nicht tiefgründig und nahm einen angebotenen vergifteten Bauern, was Figurenverlust bedeutete. Beim anschließenden, ebenfalls naheliegenden Versuch seinen Springer zu retten, kam ihm der Turm forciert abhanden.  

 

In der 5.Runde ging es wieder gegen Bruno. In einer Semi-Tarrasch-Partie gelang es beiden Spielern einen Freibauern zu bilden, die jedoch blockiert werden konnten.  Dennoch ich stand deutlich aktiver und eroberte einen Bauern, den mein Gegner für vergiftet hielt, denn er glaubte meinen Läufer erobern zu können. Nach einem vorbereiten Damenopfer, war die Partie kurz darauf zu Ende.  Am gleichen Tag noch die Partie gegen Reiner, der bereits in der Eröffnung einen Bauern einstellte, der Rest war Formsache. Nach 6. Runden hatte ich 5,5 Punkte und führte das Feld mit 2 Punkten Vorsprung an. Der nächste Tag war ein Ruhetag. Man glaubt es nicht, zum ersten Mal gingen die meisten Teilnehmer im Meer schwimmen, dies am 6. Tag vor Ort. 

 

In der 7. Runde überraschte mich Birger mit seinem 7. Zug. in einer Eröffnung, die ich zum ersten Mal ausprobierte. Zwar gelang es mir, mich zunächst gut aus der Affäre zu ziehen, übersah aber dann eine taktische Möglichkeit, so dass im 20. Zug ein Bauer abhandenkam. Diesen Vorteil verwertete Birger mühelos. Da Bruno zeitgleich gegen Reiner remisierte, hatte ich am Ende des Tages immer noch 1,5 Punkte Vorsprung. 

 

In der 8. Runde tat ich das, was viele bei solch einem Turnierstand tun und bot meinem Gegner nach 9 Zügen ein Remis an. Bruno nahm an und bedankte sich, dass er nicht noch einmal verloren hatte. Nun konnte mich Niemand mehr einholen. Dennoch ich hatte nur 6 Punkte und da war noch eine Partie zu spielen. Gegen Reiner wählte ich in der letzten Runde den Scheveninger-Sizilianer und es wurde eine bekannte Bauernformation diskutiert. Am Ende siegte ich auch hier, aufgrund der aktiveren Figuren. Da Bruno zeitgleich gegen Birger verlor, gewann ich das Turnier mit 2 Punkten Vorsprung vor Birger. 

 

Uwe Ritter

21. Juni 2021 

 

Hinweis: Im Anhang sind die Partien von Uwe zu finden. Wir wünschen viel Spaß beim Nachspielen und Analysieren!

 

Partien von Uwe - pdf
Partien PDF.pdf
PDF-Dokument [3.5 MB]
Partien von Uwe - pgn
Verein neu.txt
Text-Dokument [3.9 KB]

Wann sind wir Wo?

Bad Zwischenahn

Montags ab 19.30 Uhr 

Spielabend

  • Vereinsheim            Haus Brandstätter

  • Am Brink 5                      

Mittwochs ab 14.30 Uhr 

Schach Café 

  • Cafe Wandelhalle     Auf dem Hohen Ufer

 

Freitags ab 15.00 Uhr

Jugendtraining

  • Realschule Humboldtstraße 1d

  • Raum 036

 

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