Neue Mitteilungen

 

 

-Weihnachtsblitzturnier: 19.12.2022

 

 

-Termin NWC 2023: 26.01.-29.01.2023

 

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Schachsaison startet für SG Ammerland 1 mit Unentschieden

 

Erster Punkt zum Klassenerhalt in der Landesliga Nord eingefahren

 

Nach einer bravourösen ersten Saison erreichte Ammerland 1 als Aufsteiger den unglaublichen 2. Tabellenplatz in der Landesliga. Für die am vergangenen Sonntag gestartete neue Saison konnte mit Bernd Korsus eine tolle Verstärkung dazugewonnen werden. Trotzdem gehen die Schachfreunde vom Schwarzen Springer von einer schwierigen Saison aus, da sie zum einen vermutlich weniger von Coronaunstimmigkeiten beeinflusst sein wird und zum anderen starke Mannschaften wie Kirchweyhe 2 und SG Osnabrück dazugekommen sind.

Der erste Wettkampf musste gegen die Mannschaft aus Hagen im Heimspiel bestritten werden, gegen die man in der vergangenen Saison gewinnen konnte. In Bestbesetzung angetreten, sollten mit Verstärkung doch diesmal ebenso zwei Mannschaftspunkte drin sein, zumal drei starke Stammspieler der Gegner fehlten.

An Brett 1 musste sich Bernd Korsus einem furiosen Angriff seines ungefähr gleichstarken Gegners erwehren. Dies schien ihm zur Freude seiner Mitstreiter auch gut zu gelingen.

Am zweiten Brett spielte Oke Wübbenhorst gegen die Skandinavische Verteidigung seines um ca. 100 DWZ-Punkte stärkeren Kontrahenten. Sicher in der Eröffnungstheorie, stand er schon nach nicht mal 15 Zügen deutlich überlegen.

Sofort aggressiv gegen Sebastian Beers König ging es am dritten Brett zur Sache. Dieser setzte sofort zum Gegenangriff an und so blieb es für die Zuschauer sehr spannend.

Florian Bühler konnte seinen Gegner aus der Eröffnung heraus am 4. Brett gleich stark unter Druck setzen. Es würde sich zeigen, ob dieser Druck für einen vollen Punkt ausreichen sollte.

Am 5. Brett entwickelte Udo Bonn zumindest optisch einen eher fragwürdigen Plan in der Eröffnung und stand gleich ziemlich unter Druck. Hier hofften alle Schwarzen Springer auf tolle Verteidigungsideen ihres Mitspielers.

Ebenso hatte man die Hoffnung bei Martin Wichelmann am 7. Brett, der sich gegen ein Nachwuchstalent zur Wehr setzen musste aber gleich positionell sehr schwierig stand.

Uwe Ritter konnte aus einer soliden Eröffnung heraus seinen Gegner am 6. Brett im Übergang zum Endspiel gehörig unter Druck setzen. Ob dies allerdings zum Sieg reichen sollte, war noch nicht auszumachen.

Ein ebenfalls junges Nachwuchstalent bekam Thomas Künzler am 8. Brett als Gegner. Er versuchte schon in der Eröffnung, den vermutlich gut vorbereiteten Spieler aus der Theorie zu bringen. Dies gelang auch zumindest in Ansätzen und so war nach Abschluss der Eröffnungsphase die Frage, ob im Mittelspiel die Erfahrung den Ausschlag bringen konnte.

Auf dem Weg zum gewünschten Sieg starteten die Ammerländer Schachfreunde dann auch gleich mit einem schnellen Sieg durch Oke, der dem Gegner schlussendlich schon aus der Eröffnung heraus keine Chance mehr ließ. Am 1. Brett musste sich Bernd nach einer ungenauen Abwicklung in schwieriger aber sehr vorteilhafter Position mit einem Remis begnügen. Ebenfalls auf Remis einigte sich Uwe mit seinem Gegner, da der etwas zu schnell geführte Angriff zu entscheidendem Vorteil nicht ausreichte.

Zum zwischenzeitlichen Ausgleich führte dann die Niederlage von Udo, der aus der gedrückten und sehr schwierigen Stellung nicht mehr mit Ausgleich herausfinden konnte.

Nun kam es auf die verbliebenen 4 Schwarzen Springer an, ob ein Sieg noch zu erreichen war. Bei Martin hatte sich die Position leider ebenfalls nicht in Richtung Ausgleich entwickeln können und so führte der Druck des Gegners schließlich zu Materialverlust und dem Verlust der Partie.

Das 3:3 konnte Thomas herbeiführen, dessen junger Gegner mit der entstandenen Mittelspielstellung nicht so zurecht kam und in der Verteidigung dann eine Leichtfigur einstellte.

Sebastian gelang es, den furiosen gegnerischen Angriff abzublocken. Im Übergang zu einem sehr schwierigen Endspiel wählte er mit der Aktivierung seiner Bauernminorität allerdings einen fragwürdigen Verteidigungsplan. Die im Anschluss dünn gesääten Ausgleichsvarianten waren leider nicht zu finden.

Mit diesem 3:4 Zwischenstand war der Sieg nun leider nicht mehr zu erringen.

Den für alle Beteiligten zufriedenstellenden Ausgleich des Mannschaftswettkampfes konnte Florian herstellen. Gegen aktivere Türme im Endspiel musste der Gegner sich schlussendlich geschlagen geben.

Ebenfalls 4:4 konnte die 2. Mannschaft der SG Ammerland im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener SC erzielen.

Dabei gewannen Thomas Wendt, Gerd Wiechmann und Jannes Gerdes. Julian Hans und Christian Kohlmann spielten Remis.

Mit 0,5:5,5 unter die Räder kam die 3. Mannschaft der Schwarzen Springer auswärts gegen Lohne in der Bezirksliga. Ein Unentschieden erzielte Jonas Afken am 1. Brett.

Ebenfalls geschlagen geben musste sich die 4. Mannschaft in der Bezirksklasse Süd-Ost. Man verlor 2:4 auswärts gegen Wildeshausen. Heinz-Jürgen Neubacher erzielte einen tollen Gewinn gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner, Bernhard Rach und Frank Gehre spielten Remis.

Schwarzer Springer holt gutes Ergebnis beim Niedersächsischen Mannschaftsblitz

 

Am 18.9. fand in Oldenburg die Niedersächsischen Mannschaftsblitzmeisterschaft statt, für die sich der schwarze Springer durch einen ersten Platz im Bezirksblitz qualifiziert hatte. Wir spielten in der gleichen Besetzung wie auf Bezirksebene: 1.Oke 2.Kilian 3.Reent 4.Julian. Es wurde mit 12 Mannschaften ein doppelrundiges Rundenturnier gespielt, wobei jeweils nach der ersten Runde die Farben und die Gegner (Brett 1Brett 2 und Brett 3 Brett 4) getauscht wurden. Unsere Erwartungen haben wir deutlich übertroffen: unser Topscorer Julian holte 14,5/22 und Reent machte 13/22 Punkte, aber auch Oke mit 8,5/22 und Kilian mit 7,5/22 waren aufgrund der starken Gegner an den ersten Brettern sehr zufrieden mit ihren Ergebnissen. Insgesamt winkte mit 13-9 Mannschaftspunkten ein starker 6. Platz in einem gut besetzen Teilnehmerfeld. Leider haben wir damit nach Brettpunkten die Qualifikation für die norddeutsche Blitzmeisterschaft knapp verpasst (es qualifizierten sich die ersten 3 Teams, 2 Mannschaften waren bereits qualifiziert)

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Themenabend: Fischer - Spassky 1972

 

Gemütlich ging es am vergangenen Spielabend zu. Für das Flair der 70er- Jahre wurden Coctails und Salzgebäck gereicht.

 

Nach einer kurzen Videoeinführung zu den Besonderheiten des Wettkampfes wurden die wichtigsten Partien gezeigt und einige Schlüsselmomente der Partien gemeinsam analysiert. SF Uwe Ritter hatte dazu wieder ein ausgewognes Programm ausgearbeitet, so dass es nie langweilig wurde und die Zuschauer sich einbringen konnten. 

 

Besonders interessant war die politische Dimension des Schachturniers unter den Vorzeichen des kalten Krieges zwischen den USA und der Sowjetunion.

 

Das Einführungsvideo ist hier zu finden:

https://www.youtube.com/watch?v=NcA_WKHNsos

 

Artikel in der FAZ vom 01.09.22:

 

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/wie-schach-dank-boris-spasski-und-bobby-fischer-zum-sport-wurde-18282129.html

 

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GROßMEISTER ZU GAST IN BAD ZWISCHENAHN

17 Partien gleichzeitig für Niederländer kein Problem

 

Großmeister Erik van den Doel spielte in Bad Zwischenahn 17 Schach-Partien parallel. Dem Schachverein „Schwarzer Springer“ gelang ein Achtungserfolg.

Gelassen geht Erik van den Doel im Uhrzeigersinn von Tisch zu Tisch. Obwohl der Schachgroßmeister in der Oberschule Bad Zwischenahn parallel gegen 17 Spieler antritt, bleibt er ruhig. Ein kurzer Blick auf das Brett, ein Schluck aus dem Pappbecher und ein sicherer Zug mit der linken Hand – weiter geht es zum nächsten Spieler und der nächsten Spielsituation.

 

Sieg beim Nordwest-Cup

Der Schachverein Schwarzer Springer Bad Zwischenahn hatte den Niederländer zu einem Simultan-Wettkampf eingeladen. Vereinsmitglieder und Amateure konnten sich so mit dem deutlich stärkeren Spieler messen. Van den Doel bestreitet einen solchen Wettkampf zweimal pro Jahr. „Erik hatte 2020 den Nordwest-Cup bei uns in Bad Zwischenahn gewonnen. Der Kontakt ist nie abgerissen, also haben wir ihn gefragt. Für unsere Spieler ist es eine seltene Chance, gegen einen so starken Spieler antreten zu können“, sagt der Springer-Vorsitzende Henning Reins. Er selbst gab seine Partie gegen den Großmeister bei 31 Zügen auf.

Für van den Doel, der alle Partien mit den weißen Figuren eröffnete, sind diese Wettkämpfe immer etwas Besonderes. „Man weiß nicht, auf was für Spieler man trifft und wie stark sie sind. Da sind teilweise wirklich große Unterschiede und man sieht wilde Spielstile. Ich selbst setze viel auf Intuition. Weil man wenig Zeit zum Überlegen hat, spielt man eher strategisch und nicht so scharf“, sagt der Niederländer, der schon für die Nationalmannschaft zog und dessen Spielstärke bei 2600 Elo-Punkten liegt.

 

Konsequentes Spiel

Nach eineinhalb Stunden sind die Duelle für einige Spieler bereits beendet. Edwin Lehmann hielt 26 Züge gegen den Großmeister mit, sah sich dann aber auf verlorenem Posten und kapitulierte. „Ich habe eigentlich keine groben Fehler gemacht, hätte wahrscheinlich aber aktiver spielen sollen“, sagte Lehmann, der für den Verein Königsspringer Emden in der Verbandsliga antritt. Er selbst liegt bei 1900 Elo-Punkten, entsprechend lehrreich war die Teilnahme für ihn. „Es war interessant zu sehen, wie konsequent der Großmeister mit einem eigentlich einfachen Spiel hier auftritt“, sagt Lehmann.

Ähnlich sah es Thomas Künzler, der für den Schwarzen Springer in der Landesliga (vierthöchste Liga in Deutschland) zieht. „Er hat gleich zu Beginn den Zug gemacht, der mir am wenigsten gefällt. Dann habe ich früh einen Bauern verloren und mit der Zeit wurde der Druck auf allen Seiten zu groß“, sagte Künzler, der nach 40 Zügen aufgab. „Ich bin beeindruckt, wie gemütlich er die Partien runtergespielt hat. Für uns als Amateure ist das total lehrreich und es gibt mir einen Motivationsschub, mich wieder intensiver mit Schach zu beschäftigen“, sagt der Ammerländer.

 

Springer holt ein Remis

Nach zwei Stunden und 34 Minuten sind am Montagabend alle Partien beendet. Das längste Duell entschied van den Doel nach 50 Zügen für sich. Aber auch die Zwischenahner konnten einen Achtungserfolg feiern. Vereinsspieler Martin Wichelmann aus dem Landesliga-Team trotzte dem Großmeister ein Remis ab. „Das kommt schonmal vor. Man kann nicht immer alle Partien gewinnen. Es hat mir hier in Bad Zwischenahn trotzdem sehr großen Spaß gemacht“, sagt der Großmeister mit einem Lachen. Er könne sich sehr gut vorstellen, wieder nach Bad Zwischenahn zu kommen. „Das ist einfach ein schönes Städtchen“, sagt der Niederländer. Spätestens zum Nordwest-Cup 2023 wird er wieder ins Ammerland reisen. (Bericht der NWZ vom 24.08.2022)

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Erik van den Doel für den spannenden und lehrreichen Abend! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Bad Zwischenahn.

 

 

 

 

Schwarze Springer setzen Siegeszug fort

 

Schachfreunde aus dem Bremer Osten unterliegen im Auswärtsspiel mit 2,5:5,5

 

Auch im letzten Mannschaftswettkampf der Landesliga Nord konnten die Ammerländer mit ihrer 1. Mannschaft ihren geteilten 2. Platz nach Mannschaftspunkten verteidigen.

Zu Beginn stand es auch schon 1:0 für die Springer, da die Bremer ein Brett freilassen mussten.

Relativ unspektakulär in völlig ausgeglichenen Stellungen einigten sich Oke Wübbenhorst und Thomas Künzler mit ihren Gegnern auf ein Unentschieden.

An Brett 1 geriet Uwe Ritter in eine sehr passive Position mit den weißen Steinen und musste beliebige Umgruppierungen der Figuren seines Gegners über sich ergehen lassen.

Florian Bühler erfreute sich am 2. Brett über eine seltsame Verteidigung gegen Holländisch und stand schon im 8.Zug deutlich besser.

Udo Bonn erreichte bis zum 18. Zug in einer Sizilianischen Alapin Variante eine ausgeglichene Stellung mit seinem Kontrahenten an Brett 6. Hier sollte sich noch zeigen, wer schließlich den besseren Plan verfolgt.

Am 5.Brett ließ der Gegner von Martin da Costa in verwickelter Position deutliche Raumgewinne zu. Ob er damit einen tieferen Plan verfolgte, war für die Zuschauer noch nicht wirklich zu erkennen.

Da Sebastian Beer verhindert war, kam Kilian Pallapies am 8. Brett zum Einsatz. Dieser war in guter Stimmung und konnte bereits im 8. Zug eine Gewinnstellung erreichen, die nur noch technisch nach Hause gebracht werden musste. Dies bereitete Kilian keine größeren Probleme und nach 37 Zügen streckte der Gegner die Waffen.

Den Anschlusstreffer setzten die Bremer am 1.Brett, an dem Uwe aufgeben musste, nachdem er mit allen Mitteln versuchte, dem Gegner noch am Königsflügel Probleme zu bereiten. Leider bemerkte dieser alle Fallen und konnte gewinnbringend abwickeln.

Den falschen Plan wählte zugunsten der Ammerländer Schachfreunde Udos Gegner, der plötzlich am Königsflügel furios angriff, dabei aber die Stärke von Udos Läuferpaar unterschätzte. So fiel dann die gegnerische Position immer mehr auseinander und der geplante Angriff versiegte, bevor er begonnen hatte.

4 Punkte gab es zwischendurch schon für die Schwarzen Springer und 1,5 sollten noch folgen. Martin da Costa bekam es nach seinen raumgewinnenden Bauernzügen mit einigen taktischen Finessen des Gegners zu tun. Dieser hatte aber nicht weit genug gerechnet und lief in einen durchschlagenden Konter, an dessen Ende nur noch die Aufgabe die einzig mögliche Reaktion war.

Bei Florian hielt sich der Stellungsvorteil bis zum 37. Zug, allerdings waren in Zeitnot bei sehr komplizierter Position Stellungsanalysen kaum tiefgreifend vorzunehmen und so einigte man sich schlussendlich friedlich auf ein Unentschieden.

Durch einen kampflosen Sieg konnte die 3. Mannschaft in der Bezirksklasse Süd-Ost den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen. Herzlichen Glückwunsch an die Schachfreunde.

Der 4. Mannschaft, die überwiegend mit Jugendlichen besetzt ist, gelang mit einem 4,5:1,5 Sieg gegen den SC Hümmling ein solider mittlerer Tabellenplatz. Jannes Gerdes, Andreas Kaper und Marcel Schoon konnten gewinnen, Jesko Gerdes spielte Remis, Torsten Wollin gewann kampflos.

 

 

 

Geteilte Tabellenführung in der Landesliga

 

Oke Wübbenhorst mit Glanztat gegen den Favoriten Bremen-Nord

 

Beim vorgezogenen 6. Wettkampf in der Landesliga Nord bekamen es die Schachfreunde Ammerland 1 mit einer starken Mannschaft zu tun, die mit Tobias Jugelt sogar einen erfahrenen Internationalen Meister in ihren Reihen hat. Bremen Nord hatte bisher mit ihrer auch sonst stark besetzten Mannschaft lediglich einen Punkt gegen den Tabellenführer abgegeben. Die Schwarzen Springer gingen trotz Vollbesetzung deshalb nicht wirklich davon aus, ein oder zwei Mannschaftspunkte aus Bremen zu entführen. Trotzdem waren alle, auch aufgrund der bisher ausgezeichnet verlaufenen Saison, guter Dinge.

Ganz entspannt für alle Beteiligten ging es an den Brettern 2 und 5 los, an denen sich Florian Bühler und Martin da Costa mit ihren Gegnern recht schnell auf ein Remis einigten.

Am 1. Brett hatte Uwe Ritter derweil einen scharfen Angriff gegen den Skandinavier des IM aufs Brett gezaubert und stand sehr druckvoll, wenn auch auf Kosten einer offenen Königsstellung. Nach schwarzem f6 im 16. Zug offenbarten sich Uwe dann ausgezeichnete Möglichkeiten.

Über diese konnten sich ebenfalls Udo Bonn am 7. und Thomas Künzler am 6. Brett freuen. Bei Udo spielte sich die Partie beinahe wie von selbst und er konnte im Übergang zum Mittelspiel einen Bauern gegen Angriffschancen auf seinen König erobern. Diese schienen aber schwierig umsetzbar zu sein.

Thomas konnte sich nach hartnäckigem Druck gegen einen schwachen Bauern ebenfalls über einen Bauerngewinn freuen, der allerdings zu sehr verwickeltem Spiel und drohender Zeitnot führte.

Oke Wübbenhorst startete einen furiosen Angriff gegen eine Variante der Englischen Eröffnung am 4. Brett. Nach der eigenen langen Rochade geriet er aber seinerseits in einen starken Gegenangriff. Es war vorerst nicht abzusehen, wer hier die Oberhand behalten sollte.

An Brett 8 kämpfte Martin Wichelmann in seiner Lieblingsverteidigung und fühlte sich dementsprechend wohl. Es gelang ihm, trotz hartnäckiger Angriffsversuche des Gegners, im Übergang ins Endspiel in Vorteil zu kommen. Bei sehr verwickeltem Spiel

hofften alle Springer, dass der Goalgetter mit bisherigen 4 aus 5 weiter punkten und diesen Vorteil nach Hause fahren würde.

Sebastian Beer erwischte nach der großartigen Partie des letzten Wettkampfes diesmal keinen guten Start und eröffnete dem Gegner einige gute Angriffsmöglichkeiten. So richtig schien der Gegner diese aber nicht wahrnehmen zu können, so dass es weiter spannend blieb.

In äußerst komplizierter Position verstand es der IM am Ende doch, die zwischenzeitlich freudigen Erwartungen der Ammerländer Schachfreunde, hervorgerufen durch das tolle Spiel von Uwe Ritter, zunichtezumachen und Uwes Angriffsmöglichkeiten zu unterbinden. Der Gegenschlag war dann nicht mehr zu parieren. Es stand somit 1:2 aber der Ausgleich sollte schnell erfolgen.

Udo gelang es seinerseits, die gegnerischen Angriffe durch Abtäusche zu unterbinden und seine vorteilhafte Stellung in einen Gewinn zu verwandeln.

In Führung gingen die Schachfreunde durch einen dann doch überzeugenden Sieg von Sebastian, dessen Gegner im Angriff und bei nahender Zeitnot die Übersicht verlor und überspielt wurde.

Umgekehrt lief es leider bei Martin Wichelmann, der im 37. Zug die schön herausgespielte Position mit +4,4 leider zunichte machte und dann am Ende sogar noch verlor.

In nahender Zeitnot und mit der besseren Position, wohl wissend, dass am 4. Brett Okes Position sehr remisverdächtig aussah, wählte Thomas eine weniger aggressive Fortsetzung und machte schließlich Remis mit dreimaliger Zugwiederholung, damit wenigstens ein Mannschaftspunkt erobert werden sollte.

Doch plötzlich sollte es noch zu einer Überraschung kommen. Die eigentlich für die Zuschauer zum Remis führende schöne Abwicklung von Oke entpuppte sich am Ende als großartige Gewinnvariante, gegen die sich der Gegner zwar noch kräftig wehrte, aber bei entscheidendem Materialverlust schließlich die Niederlage akzeptierte.

Mit dem nicht für möglich gehaltenen 4,5:3,5 Sieg gegen den geteilten Tabellenführer Bremen-Nord gelang Ammerland 1 somit die Aufnahme in den Reigen der Tabellenführer der Landesliga Nord. Uelzen hat am kommenden Sonntag die Möglichkeit, sich in ihrem Wettkampf die alleinige Führung zu sichern.

 

Bericht 5. Spieltag: Der Beer ist los, mit dem richtigen Plan

 

Schwarze Springer gewinnen knapp gegen Hagen nach Glanztat von Sebastian Beer

 

Den Hagener SV hatten die Schachfreunde aus dem Ammerland noch in schlechter Erinnerung, war er es doch vor nicht allzulanger Zeit, der damals den Aufstieg in die Landesliga verhinderte. Jetzt traf man zum ersten Mal in der Landesliga aufeinander und Ammerland 1 hatte noch eine Rechnung offen.

Ziemlich viele Weichen sollten in diesem Wettkampf schon richtungsweisend in den ersten 16 Zügen gestellt werden. Dabei spielte wie so oft die Wahl des falschen Planes die entscheidende Rolle.

Der durchschlagkräftigste Angriff gelang am 4. Brett Martin da Costa, da dessen Gegner einen falschen Verteidigungsplan schmiedete, um Martins Drohungen im 13. Zug zu begegnen. Die Bewertung schlug mit +4 schnell zugunsten der Schwarzen Springer um. Martin gelang es, den gegnerischen König im Zentrum unter Beschuss zu nehmen und bald zur Aufgabe zu zwingen.

Auf der anderen Seite bekam es Uwe Ritter am ersten Brett mit raumgreifenden Zügen seines Gegners zu tun, der sich durch immer größere Felderschwächen aufgrund eines ungenauen Verteidigungsplans aussuchen konnte, wie er den Druck auf Uwes Stellung erhöht. Schlussendlich musste Uwe die Waffen strecken.

Am 8. Brett konnte Martin Wichelmann seinen Gegner am Königsflügel stark attackieren. Im 12., 13. und 16. Zug konnte er mit den weißen Steinen ohne Mühe seine Bauern vor der verteidigungsgeschwächten Königsstellung des Gegners um 2 Felder vorziehen und diesen zu verzweifelten Plänen verleiten, die alles aber nur noch schlimmer machten. Martin konnte den Angriff sehr schön zur 2:1 Führung für die Ammerländer zum Abschluss bringen.

Björn-Ole Kerski bekam es als Ersatzspieler am 6. Brett mit der Holländischen Verteidigung zu tun. Er konnte die gegnerische Königsstellung öffnen und bereits im 15. Zug mit einem furiosen Angriff drohen, gegen den der Gegner ebenfalls eine fehlerhafte Verteidigung wählte. Nach wenigen weiteren Zügen wäre er in der Lage gewesen, seinen guten Angriff mit dauerhaften Stellungsvorteilen und einem vermutlichen Gewinn zu krönen. Leider spielte er nicht konsequent genug weiter, so dass das Spiel in eine ausgeglichene Position und schließlich einen friedlichen Remisschluss mündete.

Thomas Künzler konnte am 5. Brett mit einer schönen Verteidigungsstellung gegen ein Damenbauernspiel aufwarten und die Angriffe des Gegners mit einem Damentausch frühzeitig entschärfen. In der Fortsetzung fasste er aber in fehlender Wahrnehmung seiner schlecht positionierten Springer den übereilten Plan einer Zentrumsöffnung im 16. Zug. Dadurch lud er den Gegner ein, a Tempo die Figuren zu entwickeln und Thomas zu einzigen Zügen zu zwingen. Eine weitere Ungenauigkeit führte dann schnell zur Überlastung der Stellung und schließlich zur Aufgabe und den Zwischenstand von 2,5:2,5.

An Brett 3 gelang Oke Wübbenhorst mit den schwarzen Steinen ein übereilter Angriff mit g5 im 11. Zug gegen die gegnerische Königsstellung. Wäre diesem seinerseits die eher schwache Verteidigung von Oke aufgefallen, hätte der gewinnträchtige Gegenangriff mit dem Opfer einer Leichtfigur gegen 4 Bauern und bessere Stellung wohl durchschlagenden Erfolg gehabt. So stellte er sich auf längerfristige Verteidigung ein, ohne konsequent mit f3 gegenzuhalten. Oke konnte seine freien Angriffsmöglichkeiten schließlich sehenswert zum Gewinn führen.

Zeitnotschwierigkeiten führten Udo Bonn kurz vor der ersten Zeitkontrolle am 7. Brett aufs Glatteis. In einer spannenden und ausgeglichenen Partie konnte dieser im 36. Zug in eine vollends ausgeglichene und vermutliche Remisstellung abwickeln. In Zeitnot verfolgte er aber einen anderen Plan und geriet weiter unter Druck und im letzten Zug vor der Zeitkontrolle auch noch in eine Springergabel, die ihn die Qualität und Partie kostete.

Beim Stand von 3,5:3,5 konnten sich die Zuschauer nun auf die letzte Partie am 2. Brett konzentrieren. Hier spielte Sebastian Beer gegen einen nominell gut 100 DWZ Punkte besseren Spieler… und stand nach einer bis dahin ausgezeichnet gespielten Partie in einem Springerendspiel mit gleicher Bauernzahl optisch mindestens auf Remis.

Sebastian hatte es geschafft, mit seinem König eine zentrale Position aufzusuchen und die Figuren des Gegners in eine passive Stellung zu versetzen. Eine Freibauernbildung schien somit eher für ihn am Königsflügel umsetzbar zu sein, da die Bauernmehrheit am Damenflügel für den Gegner bis auf Weiteres kaum zu bewegen war, ohne Sebastians König das Eindringen in die gegnerische Stellung zu ermöglichen. Unter Druck wählte der Gegner aber genau diesen Plan, den Sebastian schon vermutet hatte und ließ die Figuren optimale Positionen einnehmen. In für die Zuschauer nervenaufreibender Spannung opferte Sebastian seinen Springer gegen die drohende Umwandlung seiner Zentralbauern. Der perfekt gefasste Plan wurde nun in die Tat umgesetzt. Zwar gelang es beiden Spielern ihrerseits eine Damenumwandlung zu erreichen. Diese konnte Sebastian aber unmittelbar abtauschen und so den Vorteil einer Gewinnstellung erhalten, da der König mit dem Springer Sebastians verbliebene 4 Bauern nicht mehr aufhalten konnte. Eine tolle Partie brachte die Ammerländer Schachfreunde somit zum Mannschaftserfolg von 4,5:3,5 gegen den Hagener SV und zum 3. Platz in der Landesliga Nord.

Ebenfalls erneut erfolgreich war die 2. Mannschaft der Schwarzen Springer Bad Zwischenahn. Gegen die 2. Mannschaft von Union Oldenburg gewannen die Schachfreunde auch mit 4,5:3,5 knapp. Hier reichte es sogar zum zwischenzeitlichen 2. Tabellenplatz in der Verbandsliga West.

Julian Hans und Kilian Pallapies gewannen kampflos. Einen weiteren vollen Zähler erzielte Gerd Wiechmann. Axel Buntemeyer, Rainer Kuhlmann und Frank Schulze spielten Remis.

Kampflos gewann die 3. Mannschaft in der Bezirksklasse Süd-Ost, die 4. Mannschaft verlor hier ihrerseits kampflos. Die 5. Mannschaft verlor in der Kreisliga Jade-Weser gegen WSC 2 mit 1,5:2,5. Dominik Grundt spielte siegreich, Miriam Bauer konnte ein Remis beisteuern.

Bericht 4. Spieltag: Ein fast perfektes Wochenende für die Springer

 

Nach längerer Coronapause ging es für die Schachfreunde vom Schwarzen Springer Bad Zwischenahn Anfang März wieder los.

In der dritten Runde konnte die 2. Mannschaft gegen Bad Essen mit einem 4,5:3,5 zwei wichtige Mannschaftspunkte in der Verbandsliga West mitnehmen, stand doch beim aktuellen Wettkampf der starke Gegner aus Esens  auf dem Programm. Es gewannen Gerd Wiechmann, Christian Kohlmann, Jonas Afken und Axel Buntemeyer. Julian Hans holte das entscheidende Remis zum Gesamtsieg.

Auch in der Bezirksklasse Süd-Ost feierte man Erfolge. Die 3. Mannschaft gewann überlegen gegen Lohne 2 mit 4,5:1,5 Punkten, wobei Oliver John, Sven Haase, Paul Meier und Bernhard Rach gewannen, Herms Huntemann holte ein Remis.

Die 4. Mannschaft spielte Unentschieden gegen TSV Neubruchhausen und sicherte sich mit den vollen Punkten von Jannes Gerdes und Hauke Lutz, sowie dem Remis von Dominik Grundt einen vorübergehenden 3. Tabellenplatz.

In der Kreisliga Jade-Weser unterlag die 5. Mannschaft der Ammerländer deutlich mit 0,5:3,5 dem WSC2 wobei Andreas Kaper den halben Punkt holte.

Die 1. Mannschaft der Springer musste sich dem stärkeren Gegner aus Uelzen mit 1,5:6,5 in der Landesliga Nord geschlagen geben. Hier konnte Martin da Costa gewinnen und Udo Bonn Remis spielen. Mit bisher schon 3 erspielten Mannschaftspunkten aus 3 Wettkämpfen sah man dem nun anstehenden Wettkampf gegen Nordhorn 2 allerdings gelassen entgegen.

Alles sah auch nach einem perfekten Sonntag aus, da die Gegner tatsächlich 3 Bretter frei lassen mussten und Ammerland 1 somit schon zu Beginn mit 3:0 in Führung lag. Die 5 übrigen Spieler der Schwarzen Springer mussten nun alles klar machen.

Dabei ging es für alle Beteiligten schon gut los, da Uwe Ritter gegen einen über 300 DWZ-Punkte höher gewerteten Spieler an Brett 1 mit den schwarzen Steinen stark gegenhalten und schlussendlich Remis spielen konnte.

An Brett 5 war nach gespielten 20 Zügen noch kein Vorteil für Martin da Costa oder dessen Gegner auszumachen. Es blieb spannend bei verwickeltem Spiel.

Thomas Künzler konnte seinen Gegner gleich in der Eröffnung mit präzisen Zügen zurückdrängen und eine volle Qualität erobern. Dabei musste er allerdings viel Bedenkzeit investieren. Bei verhältnismäßig komplizierter Position verblieben noch 18 Minuten für 20 Züge. Das sollte doch zum Sieg reichen.

Bei Udo Bonn stand das 7. Brett in einer sizilianischen Partie komplett in Flammen. Lange Zeit einer Theorievariante folgend, befand sich die Position allerdings im Gleichgewicht, wobei an beiden Flügeln die Gegner hartnäckig attackiert wurden.

Martin Wichelmann befand sich in einer ausgeglichenen Position, so dass auch hier nach 2 Stunden Spielzeit kein Vorteil für einen Spieler zu erkennen war.

Mit Blick auf die erste Zeitkontrolle sah sich Thomas im 35. Zug plötzlich einer so extremen Zeitnot ausgesetzt, dass ihm nur noch wenige Minuten und dann Sekunden für die letzten Züge blieben. Völlig perplex, bei einer laut Computer immer noch vorhandenen +2,5 Bewertung für seine Position, registrierte er die von der Uhr angezeigte Zeitüberschreitung. In völliger Fassungslosigkeit ging es nun darum, ob der Wettkampf sogar noch gefährdet war, denn hier stand in Gedanken für alle Schachfreunde schon eine eingetragene 1 für die Springer.

Glücklicherweise gelang es sowohl Martin Wichelmann als auch Udo , ihre Gegner zu überspielen. Udo konnte einen schlechten Abtausch seines Gegners zu einer schönen Kombination nutzen, die schlussendlich zum Matt führen würde. Bei Martin Wichelmann wurde zuletzt ebenfalls eine Kombination übersehen, die ebenso zum Matt führte. Der Sieg war nun schon mal eingefahren. Martin da Costa konnte noch das I-Tüpfelchen beitragen. Am Ende einigten sich die Kontrahenten auf Remis, da im verbliebenen Springerendspiel für niemanden mehr etwas zu gewinnen war und eine vorteilhafte Abwicklung in komplizierter Stellung zuvor übersehen wurde. Mit dem 6:2 und 5 Mannschaftspunkten war es dann aber doch ein fast perfekter Sonntag für die 1. Mannschaft.

Die 2. Mannschaft konnte ihr Punktekonto ebenfalls ausbauen und das gegen den starken Gegner aus Esens. Durch Siege von Kilian Pallapies, Reent Dopychai, Thomas Wendt und Rainer Kuhlmann gegen teilweise nominell deutlich stärkere Gegner und zwei Remisen von Julian Hans und Frank Schulze gelang ein tolles 5:3 und der zwischenzeitliche 2. Tabellenplatz in der Verbandsliga West.

Durch einen kampflosen Sieg gegen Quakenbrück 2 konnte die 4. Mannschaft mit der 3. Mannschaft, die spielfrei hatte und Neubruchhausen auf den geteilten 1. Platz mit 5 Mannschaftspunkten aufschließen.

 

 

 

 

 

 

 

Ammerland 1 bei eisigen Temperaturen in guter Stimmung

 

Sieg in der Landesliga gegen SG Bremen

 

Im zweiten Wettkampf dieser Saison mussten die Ammerländer Schachfreunde auswärts in Bremen antreten. Der Gegner hatte mit 2 Spielern weniger in der ersten Runde schon unter sehr unglücklichen Umständen hoch verloren, so dass die Schwarzen Springer gespannt waren, was gegen sie aufgeboten würde.

In erster Linie erwarteten die Springer eisige Temperaturen in einem nahezu unbeheizten Schulgebäude ohne heiße Getränke und ein ganz gut besetztes gegnerisches Team, was von der Spielstärke mehr oder weniger gute Chancen bot. Uwe Ritter an Brett 1 musste sich einem Gegner mit 200 DWZ mehr gegenübersetzen, das Mittelfeld bot ungefähr gleiche Chancen mit leichtem Plus für die Bremer. An den unteren beiden Brettern waren die Schwarzen Springer besser besetzt.

Nach den ersten beiden Stunden in frostiger Kälte konnte man die gute Vorbereitung von Uwe an Brett 1 betrachten, die den Gegner unter sehr starken Druck setzte und in der anschließenden Analyse diese mindestens bis zum 20. Zug mit klarem Vorteil angab.

An Brett 2 feierte der starke Neuzugang Florian Bühler seinen Einstand beim Schwarzen Springer Bad Zwischenahn. In einer Holländischen Verteidigung wollte es Florian ursprünglich eher ruhig angehen lassen, erwischte aber einen furios spielenden Gegner, der seiner Stellung alles entgegen warf. Optisch sah es zu diesem Zeitpunkt auch eher fürchterlich aus, aber das Spiel ging ja noch munter weiter.

Bei Sebastian Beer an Brett 3 sahen die Zuschauer ein Spiel mit verteilten Chancen. Oke Wübbenhorst wählte gegen einen gut 50 DWZ-Punkte stärkeren Gegner eine sehr aktive Verteidigung, die zumindest optisch gut aussah.

Am 5. Brett einigte sich Martin da Costa mit seinem Gegner in ausgeglichener Position schnell auf Remis. Thomas Künzler stand am 6. Brett mit den schwarzen Steinen bei schon stark reduzierter Bedenkzeit ziemlich unter Druck und wirkte auch verhältnismäßig planlos.

Am 7. Brett sah es demgegenüber für Udo Bonn sehr gut aus und Martin Wichelmann hatte bereits einen Bauern bei verwickelter Position eingebüßt.

Entgegen der Erwartungen entwickelten sich die Chancen immer weiter zugunsten der Springer. Martin Wichelmann gelang es, die ungenauen weiteren Abwicklungen des Gegners nach dessen Bauerngewinn zu bestrafen, indem er mit einer Reihe genauer Züge diesen immer weiter unter Druck setzen und schließlich zur Aufgabe zwingen konnte. Uwe verlor indes den Faden im Angriff und versuchte das Material in Richtung Endspiel immer weiter abzutauschen. Er musste sich nach einer kleinen Ungenauigkeit dann aber leider doch schnell geschlagen geben.

Udo führte seinen Angriff präzise weiter, steckte dafür allerdings viel Bedenkzeit in die Partie und einigte sich, zumindest laut Computer in anschließender Analyse in deutlich besserer Stellung, bei nahender Zeitnot mit seinem Gegner auf Remis.

Thomas konnte ein paar Ungenauigkeiten des Gegners zu einem Ausgleich der Stellung nutzen und sich hier ebenfalls auf ein Remis verständigen.

In den drei verbliebenen Partien ging es nahezu bis zum Ende der Bedenkzeit dramatisch weiter. Aus der optisch schlechten Position von Florian, entgegen der Meinung der Zuschauer stand Florian laut Computer allerdings immer nahezu deutlich besser, hatte sich ein Endspiel mit einigen Mehrbauern entwickelt, welches sehr präzise in einen Gewinn verwandelt wurde.

Mittlerweile stand es 3,5 : 2,5 für die Ammerländer Schachfreunde. Alle anwesenden Spieler rechneten mit einem 4:4 zum Ende des Wettkampfes, da sich Sebastian in einem völlig ausgeglichenen Damenendspiel befand und Okes Position sich immer weiter Richtung Verlust entwickelte und niemand ihm noch Chancen ausrechnete. Ein wenig frustriert bot Sebastians Gegner schließlich das Remis an, während Okes Gegner nach mehreren guten Zügen, einem Zeitvorteil von ca. 30 Minuten, wobei Oke noch 4 Minuten Restzeit in komplizierter Stellung verblieben waren, plötzlich nicht mehr weiter spielte. Er grübelte wie festgefroren Minute für Minute weiter bis sich fast ein Bedenkzeitausgleich entwickelt hatte und bot mit den Worten „hier führt ja alles zum Ausgleich“ in total gewonnener Stellung zum Entsetzen seiner Mannschaft und zu ungläubiger Freude der Ammerländer Remis zum 4,5:3,5 Sieg für die Schwarzen Springer an. Diese werteten den Sieg als Ausgleich für den nicht ganz gelungenen Coup der ersten Runde und konnten sich über einen zwischenzeitlichen 4. Platz in der Tabelle freuen.

Ebenso erfolgreich klappte es für die Ammerländer in der Verbandsliga West auswärts gegen Nordhorn 3. Sie gewannen ebenfalls mit 4,5:3,5, wobei Reent Dopychai, Hauke Lutz und Evgeni Bessonov siegten und Julian Hans, Henning Reins und Frank Schulze Remis spielten.

In der Bezirksklasse Süd-Ost spielten Ammerland 4 gegen Ammerland 3 ein 2,5:2,5 unentschieden. Volle Punkte erzielten Jelle und Sven Haase. Remis gelang Jannes Gerdes, Hendrik Ahlers, Paul Maier, Hans-Joachim Schepker, Andreas Kaper und Herms Huntemann.

In der Kreisliga Jade-Weser gewann Ammerland 5 gegen WSC 3 mit 2,5:1,5. Michael Misiag und Erwin Bertram konnten gewinnen. Bernhard Rach spielte Remis.

 

 

 

 

Zu Gast bei der Amateur Chess Organization (ACO) auf Kreta – 11.Juni 2021 bis 20. Juni 2021

-Ein Turnierbericht von Uwe Ritter 

 

Es ist wahr, die Erfolgsgeschichte geht weiter, die ACO lebt ungeachtet der Pandemie und ihren Folgen. Umso erfreuter war man dann, am Tag der Anreise gute alte Bekannte wieder treffen zu dürfen, zum Teil schon am Flughafen, zum Teil beim Aussteigen aus dem Taxi auf dem Hotelgelände. Zwar waren nicht alle Teilnehmer geimpft, aber gottlob negativ getestet oder erfolgreich genesen, so dass diejenigen, die im Vorfeld zugesagt hatten, am Ende auch vor Ort waren, egal welche Widrigkeiten man im Vorfeld mit den Behörden für oder bei der Anreise austragen musste. 

 

Spielort einmal mehr war das Fodele Beach Resort auf Kreta. Auf der Agenda standen die ausgefallenen Turniere des Jahres 2020, was den Veranstalter vor organisatorischen Herausforderungen, in der einen oder anderen Kategorie, stellte. Ich selbst spielte die Kategorie Amateur, ELO 1801-2000, bei der immerhin 4 Teilnehmer gemeldet hatten. Genauso gut hätte man uns mit den 7 Teilnehmern der C-Gruppe, Senior, zusammenfassen können, wir hatten halt alle das entsprechende Alter. 

 

Ebenfalls vor Ort unsere „Sekundanten“ GM Spiridon Skembris (Griechenland – lebt in Freiburg) sowie „Entertainer“ GM Zigurds Lanka, der sich bei den deutschsprachigen Teilnehmern, wie immer stets großer Beliebtheit erfreute. Beide Großmeister analysierten mit den Teilnehmern auf Wunsch ihre Partien und sparten nicht nur mit Lob, sondern gaben auch Tipps, was man hier oder da hätte besser machen können. 

 

Mit zum Rahmenprogramm gehörten ebenfalls, diverse Blitzveranstaltungen sowie zeitgleich stattfindende Vortrags-Veranstaltungen zum Thema Dynamisches Schach (Zigurds Lanka) und Endspiele (Spiridon Skembris). Die Organisatoren GM Falko Bindrich und IM Tobias Hirneise sowie Schiedsrichter Alexander Hande hielten sich stets im Hintergrund und standen gerne dem einen oder anderen Teilnehmer auf Anforderung bei organisatorischen Fragen zur Verfügung.  Das Leitmotiv der FIDE, „Gens Una Sumus“, „Wir sind eine Familie“, wurde einmal mehr, auf hohem Niveau umgesetzt. 

 

Zu meinem Turnierverlauf. Von Beginn an war klar, hier ist alles möglich. Bruno Spaetli (1997), Schweiz, Birger Boyens (1997), Husum, und meine Wenigkeit (1990) hatten nahezu die gleiche Wertungszahl. Ein Favorit war nicht auszumachen. Lediglich Dr. Reiner Kempe (1831), Leipzig, wurden Außenseiter-Chancen eingeräumt. Gespielt wurde in drei Durchgängen, Jeder gegen Jeden, für alle Teilnehmer eine neue Erfahrung. 

 

Mein Start war holprig, zum Auftakt verdarb ich ein klar gewonnenes Endspiel mit Schwarz gegen Birger zum Remis. In der zweiten Runde verwechselte ich die Zugfolge in der sizilianischen Kan-Variante gegen Bruno und musste improvisieren, um wieder in mein gewohntes Fahrwasser zu gelangen. Am Ende hatten wir den bekannten Endspieltyp, bei dem ich minimale Vorteile zu einem vollen Punkten ausbauen konnte. „Sekundant“ Zigurds war voll des Lobes bezüglich der Strategie. In der 3. Runde gewann ich gegen Reiner und führte das Feld mit einem Punkt Vorsprung an.   

 

Der zweite Durchgang, In der 4. Runde spielte ich mit Weiß gegen Birger und verlor zu Beginn des Endspiels einen Bauern. Caissa sei Dank, ich fand eine Zugfolge, die mir ein Remis garantiert hätte. Zum Glück kam aber alles anders. Mein Gegner spielte naheliegend, aber nicht tiefgründig und nahm einen angebotenen vergifteten Bauern, was Figurenverlust bedeutete. Beim anschließenden, ebenfalls naheliegenden Versuch seinen Springer zu retten, kam ihm der Turm forciert abhanden.  

 

In der 5.Runde ging es wieder gegen Bruno. In einer Semi-Tarrasch-Partie gelang es beiden Spielern einen Freibauern zu bilden, die jedoch blockiert werden konnten.  Dennoch ich stand deutlich aktiver und eroberte einen Bauern, den mein Gegner für vergiftet hielt, denn er glaubte meinen Läufer erobern zu können. Nach einem vorbereiten Damenopfer, war die Partie kurz darauf zu Ende.  Am gleichen Tag noch die Partie gegen Reiner, der bereits in der Eröffnung einen Bauern einstellte, der Rest war Formsache. Nach 6. Runden hatte ich 5,5 Punkte und führte das Feld mit 2 Punkten Vorsprung an. Der nächste Tag war ein Ruhetag. Man glaubt es nicht, zum ersten Mal gingen die meisten Teilnehmer im Meer schwimmen, dies am 6. Tag vor Ort. 

 

In der 7. Runde überraschte mich Birger mit seinem 7. Zug. in einer Eröffnung, die ich zum ersten Mal ausprobierte. Zwar gelang es mir, mich zunächst gut aus der Affäre zu ziehen, übersah aber dann eine taktische Möglichkeit, so dass im 20. Zug ein Bauer abhandenkam. Diesen Vorteil verwertete Birger mühelos. Da Bruno zeitgleich gegen Reiner remisierte, hatte ich am Ende des Tages immer noch 1,5 Punkte Vorsprung. 

 

In der 8. Runde tat ich das, was viele bei solch einem Turnierstand tun und bot meinem Gegner nach 9 Zügen ein Remis an. Bruno nahm an und bedankte sich, dass er nicht noch einmal verloren hatte. Nun konnte mich Niemand mehr einholen. Dennoch ich hatte nur 6 Punkte und da war noch eine Partie zu spielen. Gegen Reiner wählte ich in der letzten Runde den Scheveninger-Sizilianer und es wurde eine bekannte Bauernformation diskutiert. Am Ende siegte ich auch hier, aufgrund der aktiveren Figuren. Da Bruno zeitgleich gegen Birger verlor, gewann ich das Turnier mit 2 Punkten Vorsprung vor Birger. 

 

Uwe Ritter

21. Juni 2021 

 

Hinweis: Im Anhang sind die Partien von Uwe zu finden. Wir wünschen viel Spaß beim Nachspielen und Analysieren!

 

Partien von Uwe - pdf
Partien PDF.pdf
PDF-Dokument [3.5 MB]
Partien von Uwe - pgn
Verein neu.txt
Text-Dokument [3.9 KB]

Wann sind wir Wo?

Bad Zwischenahn

Montags ab 19.30 Uhr 

Spielabend

  • Vereinsheim            Haus Brandstätter

  • Am Brink 5                      

Freitags ab 15.00 Uhr

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  • Realschule Humboldtstraße 1d (Parkplatz neben dem Hallenbad)

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