Neue Mitteilungen

 

-NWC 2022: 17.02.-20.02.2022 (neuer Termin!)

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-Bericht der Mannschaftswettkämpfe

 

 

 

 

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Ammerland 1 bei eisigen Temperaturen in guter Stimmung

 

Sieg in der Landesliga gegen SG Bremen

 

Im zweiten Wettkampf dieser Saison mussten die Ammerländer Schachfreunde auswärts in Bremen antreten. Der Gegner hatte mit 2 Spielern weniger in der ersten Runde schon unter sehr unglücklichen Umständen hoch verloren, so dass die Schwarzen Springer gespannt waren, was gegen sie aufgeboten würde.

In erster Linie erwarteten die Springer eisige Temperaturen in einem nahezu unbeheizten Schulgebäude ohne heiße Getränke und ein ganz gut besetztes gegnerisches Team, was von der Spielstärke mehr oder weniger gute Chancen bot. Uwe Ritter an Brett 1 musste sich einem Gegner mit 200 DWZ mehr gegenübersetzen, das Mittelfeld bot ungefähr gleiche Chancen mit leichtem Plus für die Bremer. An den unteren beiden Brettern waren die Schwarzen Springer besser besetzt.

Nach den ersten beiden Stunden in frostiger Kälte konnte man die gute Vorbereitung von Uwe an Brett 1 betrachten, die den Gegner unter sehr starken Druck setzte und in der anschließenden Analyse diese mindestens bis zum 20. Zug mit klarem Vorteil angab.

An Brett 2 feierte der starke Neuzugang Florian Bühler seinen Einstand beim Schwarzen Springer Bad Zwischenahn. In einer Holländischen Verteidigung wollte es Florian ursprünglich eher ruhig angehen lassen, erwischte aber einen furios spielenden Gegner, der seiner Stellung alles entgegen warf. Optisch sah es zu diesem Zeitpunkt auch eher fürchterlich aus, aber das Spiel ging ja noch munter weiter.

Bei Sebastian Beer an Brett 3 sahen die Zuschauer ein Spiel mit verteilten Chancen. Oke Wübbenhorst wählte gegen einen gut 50 DWZ-Punkte stärkeren Gegner eine sehr aktive Verteidigung, die zumindest optisch gut aussah.

Am 5. Brett einigte sich Martin da Costa mit seinem Gegner in ausgeglichener Position schnell auf Remis. Thomas Künzler stand am 6. Brett mit den schwarzen Steinen bei schon stark reduzierter Bedenkzeit ziemlich unter Druck und wirkte auch verhältnismäßig planlos.

Am 7. Brett sah es demgegenüber für Udo Bonn sehr gut aus und Martin Wichelmann hatte bereits einen Bauern bei verwickelter Position eingebüßt.

Entgegen der Erwartungen entwickelten sich die Chancen immer weiter zugunsten der Springer. Martin Wichelmann gelang es, die ungenauen weiteren Abwicklungen des Gegners nach dessen Bauerngewinn zu bestrafen, indem er mit einer Reihe genauer Züge diesen immer weiter unter Druck setzen und schließlich zur Aufgabe zwingen konnte. Uwe verlor indes den Faden im Angriff und versuchte das Material in Richtung Endspiel immer weiter abzutauschen. Er musste sich nach einer kleinen Ungenauigkeit dann aber leider doch schnell geschlagen geben.

Udo führte seinen Angriff präzise weiter, steckte dafür allerdings viel Bedenkzeit in die Partie und einigte sich, zumindest laut Computer in anschließender Analyse in deutlich besserer Stellung, bei nahender Zeitnot mit seinem Gegner auf Remis.

Thomas konnte ein paar Ungenauigkeiten des Gegners zu einem Ausgleich der Stellung nutzen und sich hier ebenfalls auf ein Remis verständigen.

In den drei verbliebenen Partien ging es nahezu bis zum Ende der Bedenkzeit dramatisch weiter. Aus der optisch schlechten Position von Florian, entgegen der Meinung der Zuschauer stand Florian laut Computer allerdings immer nahezu deutlich besser, hatte sich ein Endspiel mit einigen Mehrbauern entwickelt, welches sehr präzise in einen Gewinn verwandelt wurde.

Mittlerweile stand es 3,5 : 2,5 für die Ammerländer Schachfreunde. Alle anwesenden Spieler rechneten mit einem 4:4 zum Ende des Wettkampfes, da sich Sebastian in einem völlig ausgeglichenen Damenendspiel befand und Okes Position sich immer weiter Richtung Verlust entwickelte und niemand ihm noch Chancen ausrechnete. Ein wenig frustriert bot Sebastians Gegner schließlich das Remis an, während Okes Gegner nach mehreren guten Zügen, einem Zeitvorteil von ca. 30 Minuten, wobei Oke noch 4 Minuten Restzeit in komplizierter Stellung verblieben waren, plötzlich nicht mehr weiter spielte. Er grübelte wie festgefroren Minute für Minute weiter bis sich fast ein Bedenkzeitausgleich entwickelt hatte und bot mit den Worten „hier führt ja alles zum Ausgleich“ in total gewonnener Stellung zum Entsetzen seiner Mannschaft und zu ungläubiger Freude der Ammerländer Remis zum 4,5:3,5 Sieg für die Schwarzen Springer an. Diese werteten den Sieg als Ausgleich für den nicht ganz gelungenen Coup der ersten Runde und konnten sich über einen zwischenzeitlichen 4. Platz in der Tabelle freuen.

Ebenso erfolgreich klappte es für die Ammerländer in der Verbandsliga West auswärts gegen Nordhorn 3. Sie gewannen ebenfalls mit 4,5:3,5, wobei Reent Dopychai, Hauke Lutz und Evgeni Bessonov siegten und Julian Hans, Henning Reins und Frank Schulze Remis spielten.

In der Bezirksklasse Süd-Ost spielten Ammerland 4 gegen Ammerland 3 ein 2,5:2,5 unentschieden. Volle Punkte erzielten Jelle und Sven Haase. Remis gelang Jannes Gerdes, Hendrik Ahlers, Paul Maier, Hans-Joachim Schepker, Andreas Kaper und Herms Huntemann.

In der Kreisliga Jade-Weser gewann Ammerland 5 gegen WSC 3 mit 2,5:1,5. Michael Misiag und Erwin Bertram konnten gewinnen. Bernhard Rach spielte Remis.

 

 

 

 

Zu Gast bei der Amateur Chess Organization (ACO) auf Kreta – 11.Juni 2021 bis 20. Juni 2021

-Ein Turnierbericht von Uwe Ritter 

 

Es ist wahr, die Erfolgsgeschichte geht weiter, die ACO lebt ungeachtet der Pandemie und ihren Folgen. Umso erfreuter war man dann, am Tag der Anreise gute alte Bekannte wieder treffen zu dürfen, zum Teil schon am Flughafen, zum Teil beim Aussteigen aus dem Taxi auf dem Hotelgelände. Zwar waren nicht alle Teilnehmer geimpft, aber gottlob negativ getestet oder erfolgreich genesen, so dass diejenigen, die im Vorfeld zugesagt hatten, am Ende auch vor Ort waren, egal welche Widrigkeiten man im Vorfeld mit den Behörden für oder bei der Anreise austragen musste. 

 

Spielort einmal mehr war das Fodele Beach Resort auf Kreta. Auf der Agenda standen die ausgefallenen Turniere des Jahres 2020, was den Veranstalter vor organisatorischen Herausforderungen, in der einen oder anderen Kategorie, stellte. Ich selbst spielte die Kategorie Amateur, ELO 1801-2000, bei der immerhin 4 Teilnehmer gemeldet hatten. Genauso gut hätte man uns mit den 7 Teilnehmern der C-Gruppe, Senior, zusammenfassen können, wir hatten halt alle das entsprechende Alter. 

 

Ebenfalls vor Ort unsere „Sekundanten“ GM Spiridon Skembris (Griechenland – lebt in Freiburg) sowie „Entertainer“ GM Zigurds Lanka, der sich bei den deutschsprachigen Teilnehmern, wie immer stets großer Beliebtheit erfreute. Beide Großmeister analysierten mit den Teilnehmern auf Wunsch ihre Partien und sparten nicht nur mit Lob, sondern gaben auch Tipps, was man hier oder da hätte besser machen können. 

 

Mit zum Rahmenprogramm gehörten ebenfalls, diverse Blitzveranstaltungen sowie zeitgleich stattfindende Vortrags-Veranstaltungen zum Thema Dynamisches Schach (Zigurds Lanka) und Endspiele (Spiridon Skembris). Die Organisatoren GM Falko Bindrich und IM Tobias Hirneise sowie Schiedsrichter Alexander Hande hielten sich stets im Hintergrund und standen gerne dem einen oder anderen Teilnehmer auf Anforderung bei organisatorischen Fragen zur Verfügung.  Das Leitmotiv der FIDE, „Gens Una Sumus“, „Wir sind eine Familie“, wurde einmal mehr, auf hohem Niveau umgesetzt. 

 

Zu meinem Turnierverlauf. Von Beginn an war klar, hier ist alles möglich. Bruno Spaetli (1997), Schweiz, Birger Boyens (1997), Husum, und meine Wenigkeit (1990) hatten nahezu die gleiche Wertungszahl. Ein Favorit war nicht auszumachen. Lediglich Dr. Reiner Kempe (1831), Leipzig, wurden Außenseiter-Chancen eingeräumt. Gespielt wurde in drei Durchgängen, Jeder gegen Jeden, für alle Teilnehmer eine neue Erfahrung. 

 

Mein Start war holprig, zum Auftakt verdarb ich ein klar gewonnenes Endspiel mit Schwarz gegen Birger zum Remis. In der zweiten Runde verwechselte ich die Zugfolge in der sizilianischen Kan-Variante gegen Bruno und musste improvisieren, um wieder in mein gewohntes Fahrwasser zu gelangen. Am Ende hatten wir den bekannten Endspieltyp, bei dem ich minimale Vorteile zu einem vollen Punkten ausbauen konnte. „Sekundant“ Zigurds war voll des Lobes bezüglich der Strategie. In der 3. Runde gewann ich gegen Reiner und führte das Feld mit einem Punkt Vorsprung an.   

 

Der zweite Durchgang, In der 4. Runde spielte ich mit Weiß gegen Birger und verlor zu Beginn des Endspiels einen Bauern. Caissa sei Dank, ich fand eine Zugfolge, die mir ein Remis garantiert hätte. Zum Glück kam aber alles anders. Mein Gegner spielte naheliegend, aber nicht tiefgründig und nahm einen angebotenen vergifteten Bauern, was Figurenverlust bedeutete. Beim anschließenden, ebenfalls naheliegenden Versuch seinen Springer zu retten, kam ihm der Turm forciert abhanden.  

 

In der 5.Runde ging es wieder gegen Bruno. In einer Semi-Tarrasch-Partie gelang es beiden Spielern einen Freibauern zu bilden, die jedoch blockiert werden konnten.  Dennoch ich stand deutlich aktiver und eroberte einen Bauern, den mein Gegner für vergiftet hielt, denn er glaubte meinen Läufer erobern zu können. Nach einem vorbereiten Damenopfer, war die Partie kurz darauf zu Ende.  Am gleichen Tag noch die Partie gegen Reiner, der bereits in der Eröffnung einen Bauern einstellte, der Rest war Formsache. Nach 6. Runden hatte ich 5,5 Punkte und führte das Feld mit 2 Punkten Vorsprung an. Der nächste Tag war ein Ruhetag. Man glaubt es nicht, zum ersten Mal gingen die meisten Teilnehmer im Meer schwimmen, dies am 6. Tag vor Ort. 

 

In der 7. Runde überraschte mich Birger mit seinem 7. Zug. in einer Eröffnung, die ich zum ersten Mal ausprobierte. Zwar gelang es mir, mich zunächst gut aus der Affäre zu ziehen, übersah aber dann eine taktische Möglichkeit, so dass im 20. Zug ein Bauer abhandenkam. Diesen Vorteil verwertete Birger mühelos. Da Bruno zeitgleich gegen Reiner remisierte, hatte ich am Ende des Tages immer noch 1,5 Punkte Vorsprung. 

 

In der 8. Runde tat ich das, was viele bei solch einem Turnierstand tun und bot meinem Gegner nach 9 Zügen ein Remis an. Bruno nahm an und bedankte sich, dass er nicht noch einmal verloren hatte. Nun konnte mich Niemand mehr einholen. Dennoch ich hatte nur 6 Punkte und da war noch eine Partie zu spielen. Gegen Reiner wählte ich in der letzten Runde den Scheveninger-Sizilianer und es wurde eine bekannte Bauernformation diskutiert. Am Ende siegte ich auch hier, aufgrund der aktiveren Figuren. Da Bruno zeitgleich gegen Birger verlor, gewann ich das Turnier mit 2 Punkten Vorsprung vor Birger. 

 

Uwe Ritter

21. Juni 2021 

 

Hinweis: Im Anhang sind die Partien von Uwe zu finden. Wir wünschen viel Spaß beim Nachspielen und Analysieren!

 

Partien von Uwe - pdf
Partien PDF.pdf
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Partien von Uwe - pgn
Verein neu.txt
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Wann sind wir Wo?

Bad Zwischenahn

Montags ab 19.30 Uhr 

Spielabend

  • Vereinsheim            Haus Brandstätter

  • Am Brink 5                      

Freitags ab 15.00 Uhr

Jugendtraining

  • Realschule Humboldtstraße 1d

  • Raum 036

 

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