Leistungsgerecht trennten sich bei Rückrundenstart unsere Jungspieler von unseren Senioren mit einem 3 : 3 Unentschieden.
Dass Björn Neumann an Brett 1 Hans-Ulrich Wasmus besiegte, wird für Eingeweihte nicht überraschend kommen. Björn machte Druck auf der für ihn offenen d-Linie auf einen dort postierten Läufer und schließlich führte dies zu einer Qualle und damit letztlich zum Gewinn der Partie. Fast zeitgleich mit ihm remisierte im Duell der Mannschaftsführer Uwe Ströcker seine Partie gegen Peter Witzschel an Brett 2. Kurz zuvor hatte an Brett 3 trotz der von ihm so sehr gewünschten weißen Farben Kilian Pallapies seine Partie gegen Dieter Hoppe aufgeben müssen. Eine tolle Leistung bot Andreas Kaper an Brett 4 gegen Peter Mahr, der zwar materielles Übergewicht, Andreas jedoch die bessere Stellung und einen durchschlagenderen Königsangriff hatte, was endlich zu seinem 1. Sieg in dieser Saison führte. Phillip Becker verstand es leider nicht, seine Mehrfigur (Springer) im Endspiel gewinnbringend einzusetzen, so dass seine Partie gegen Klaus Oeltjenbruns remis gegeben wurde. Schließlich mußte sich nach einem harten Scharmützel unser Sven Neumann an Brett 6 Axel Boltes geschlagen geben. Die Partie hätte zwischenzeitlich auch mit eienm anderen ergebnis enden können.
So ergab sich das 3 : 3 Mannschaftsergebnis.
Wer weiß, was heute geschehen wäre, wäre unser Team in Bestbesetzung angetreten. Dies wurde dadurch verhindert, dass wir ganz kurzfristig unseren derzeit wohl besten Spieler Dennis Weber 40 Minuten vor Spielbeginn an unsere 2. Mannschaft als Ersatzspieler für den Mannschaftswettkampf gegen Brake abgegeben haben. Danke an Dennis, der sich uneigennützig in den Dienst der Zweiten gestellt hat und dort mit seinem Remis zum Mannschaftsgewinn beigetragen hat. An dieser Stelle auch Dank an Kilian, der sehr kurzfristig die Lücke in unserem Team gefüllt hat.
Gleichwohl seien ein paar kritische Worte angebracht:
Ich meine, dass es für jeden Spieler einer Mannschaft, der um seinen Einsatz am Sonntag weiß und der spätestens auch am Sonnabend oder gar vorher weiß, dass er gesundheitlich so gehandicapt ist, dass er nicht spielen kann, eine Selbstverständlichkeit sein muss, den Mannschaftsführer zu informieren. In diesem Fall war letzteres nicht der Fall. Folge: Der Mannschaftsführer muss versuchen, sein eigenes Team voll zu bekommen. Einen Spieler abzugeben, ist für mich als Führer der in der tieferen Liga spielenden Mannschaft überhaupt kein Thema, insbesondere, wenn es für das andere Team um den Klassenerhalt geht. Aber so kurzfristig, was viel Unruhe in beide Teams bringt, was durch eine frühzeitige Meldung, hätte vermieden werden können, ist dies kontraproduktiv. Für unser Team ging es ja nicht nur darum, noch so kurzfristig einen Ersatzspieler zu aktivieren, es wurde bei den Spielern, deren Rangfolge durch den Ausfall geändert wurde, auch die Vorbereitung für die Partie mit der jeweiligen Farbe über den Haufen geschmissen.
Gleichwohl, alles ist gut gegangen dank der positiven Einstellung aller Beteiligten, denen ich hierit meinen großen Dank ausspreche.
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