#1 Die Königin von Dortmund 

Die heutige Hauptperson wurde der breiten deutschen Schachöffentlichkeit bekannt, als Sie im Jahr 1990 die offene deutsche Meisterschaft der Frauen gewann. Zwischen 1990 und 2002 war Sie stets in den Top 100 der weltbesten Schachspielerinnen vertreten. Ab 1992 befand sich ihr Lebensmittelpunkt in Dortmund, wo Sie eine Kneipe führte, aber auch als Ingenieurin arbeitete. Sie vertrat dreimal die deutschen Farben bei der Schacholympiade und einmal bei der Mannschafts-Europa-Meisterschaft der Frauen und wurde im Jahr 2000 Großmeisterin. Kenner der Szene wissen es schon längst, es handelt sich um Jordanka Micic (Belic). 

Unvergessen für viele Schachfreunde bleiben die Besuche in der von der Wahl-Dortmunderin betriebenen Kneipe Haus Bisplinghoff. Man traf sich nicht nur zum Schach, sondern auch zum Skat, Doppelkopf oder zu einem frisch gezapften Glas Bier. Gelegentlich war dort auch der eine oder andere Top-Großmeister zu Besuch. 

Kultstatus genoss die monatliche 7-rundige Schnellschachveranstaltung mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler für die ganze Partie. Hierzu reisten Spieler aus ganz Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen an. Frühe Anmeldung war stets ein notwendiges Muss. Ebenfalls legendär, bereits in den 90er Jahren ins Leben gerufen, waren die Rundenturniere mit 10 Spielern und Spielstärkebegrenzung, vergleichbar mit der Gruppeneinteilung bei der DSAM, die sogenannte ABC-Serie.  

2009 verließ Sie mit ihrem Mann Robert ihre Wahlheimat und kehrte in ihre Heimat zurück. Seitdem bleiben uns nur die Erinnerungen an wunderschöne Veranstaltungen und Abende, sowie an ihre beste Partie, gespielt im Jahre 1997, während des A-Opens im Rahmen der Dortmunder Schachtage. 

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie! 

 

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#2 Najdorf-Geschichten – mit 16 hat man noch Träume 

 

Maia Tschiburdanidse gehört zu den schillerndsten, weiblichen Schachpersönlichkeiten überhaupt. Die heutige Partie spielte Sie im Alter von 16 Jahren beim Halbfinale der UDSSR-Meisterschaften (der Männer). Ebenfalls mit 16 gewann Sie die die UDSSR-Meisterschaft der Frauen und als wenn es nicht schon genug wäre, mit 17, im Jahr 1978, wurde Sie Schachweltmeisterin. Ihren Weltmeister-Titel verteidigte Sie insgesamt vier Mal erfolgreich, bevor Sie im 6. Titelkampf, im Jahre 1991, der Chinesin Xie Jun unterlag.  

 

Als zweite Frau nach Nona Gaprindaschwili errang Sie 1984 den Titel eines Großmeisters. 1985 gewann Sie das Turnier in Banja Luka vor 13 Männern bei 14 Teilnehmern, mit 8,5 von 13 möglichen Punkten, darunter 8 Großmeistern, dabei wurde Sie in der Rangliste nach ELO vor Turnierbeginn nur auf Platz 11 geführt. Nach zahlreichen Erfolgen sowohl bei Einzel- und Mannschaftsturnieren beendete Sie im Jahre 2011 ihre internationale Schachkarriere. Seit Februar 2020 ist Sie Ehrenmitglied des Weltschachverbandes FIDE. 

 

Wenn man die heutige Partie nachspielt, bedenken Sie bitte, dass die Partie im Vor-Computer-Zeitalter gespielt wurde und die beiden Springer-Opfer, unmittelbar nach der Eröffnung, höchstwahrscheinlich das Produkt einer häuslichen Vorbereitung darstellen. Umso bemerkenswerter ist aus heutiger Sicht die Tatsache, dass die heutigen Super-Rechner, den weißen Opferreigen bestätigen. Erfreuen Sie sich an dem erfrischenden Stil einer jungen Spielerin. 

 

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie! 

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Wann sind wir Wo?

Bad Zwischenahn

Montags ab 19.30 Uhr 

Spielabend

  • Vereinsheim            Haus Brandstätter

  • Am Brink 5                      

Mittwochs ab 14.30 Uhr 

Schach Café 

  • Cafe Wandelhalle     Auf dem Hohen Ufer

 

Freitags ab 15.00 Uhr

Jugendtraining

  • Realschule Humboldtstraße 1d

  • Raum 036

 

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